Gattung der Sperlingsvögel

Der Prachtfink ist beliebter, acht bis 17 Zentimeter kleiner Vogel, der zur Gattung der Sperlingsvögel (Passeriformes) zählt. Es werden circa 140 verschiedene Arten von Prachtfinken unterschieden. Der Prachtfink lebt in den tropischen und subtropischen Gebieten Australien, Afrikas und Asiens. Prachtfinken besiedeln bevorzugt Steppen und Savannen. Einige Prachtfinkenarten leben aber auch in den Randzonen von Wäldern und Feldern. In Europa wurden die zu den Prachtfinken zählenden Tigerfinken erstmals in den 1980er Jahren in der italienischen Toskana entdeckt.

Der Prachtfink ernährt sich vorzugsweise von Insekten und Sämereien und nistet in kugelförmigen oder langgestreckten Nestern. Das Weibchen legt bis zu acht Eier, die sie gemeinsam mit dem Prachtfinken Männchen circa 15 Tage bebrütet. Die Jungen verlassen nach etwa drei Wochen das Nest. Die Lebenserwartung der Prachtfinken liegt bei etwa acht bis zehn Jahren. Bei zahlreichen Prachtfinkenarten haben die Männchen ein bunteres Gefieder als die Weibchen.

Der größte Vogel unter den Prachtfinken ist die Spitzschwanzamadine mit einer Körperlänge von bis zu 17 Zentimetern. Die meisten Prachtfinken besitzen einen spitzen Schnabel und einen keilförmigen Schwanz. Das Körpergewicht ist mit etwa 15 Gramm sehr gering.

Einige Arten sind bei Ziervogelhaltern und Züchtern besonders beliebt. Hierzu zählen beispielsweise Zebrafinken, Papageienamadinen und Gouldamadinen, die sich durch ein besonders buntes und schönes Gefieder auszeichnen. Einige Prachtfinkenarten wie die Gouldamadine und die Schwarzstirn-Papageienamadine gelten heute als vom Aussterben gefährdet.