Die Merkmale und Körperteile der Schlangen

Die Schlangen sind eine Unterordnung der Reptilien. Das Wort "Schlangen" heisst im griechisch "Ophis" und im lateinisch "Serpentes". Die Schlangen stammen von echsenartigen Vorfahren ab. Gegenüber den echsenartigen Vorfahren ist der Schlangenkörper stark verlängert und die Extremitäten der Schlangen wurden fast völlig zurückgebildet. Heute werden ungefähr 3000 Arten von Schlangen beschrieben. Mit paar Ausnahmen und einigen Inseln sind sie weltweit in Lebensräumen anzutreffen.
Der Körper einer Schlange ist dünn und länglich. Bis auf wenige Ausnahmen sind die Gliedmaßen einer Schlange vollständig verloren. Nicht alle Schlangen haben dieselbe Körperform.
Die Schlangenhaut besteht aus drei Schichten: der Oberhaut, der Lederhaut und der Unterhaut. Die Oberhaut der Schlange besteht aus keratinhaltigen Zellen. Die Zellen bilden eine dichte und flexible Hornschicht aus. Diese ist in Form von Schuppen angeordnet. Die Oberhaut stellt die Barriere zwischen Umwelt und Schlangenkörper. Durch sie wird das Tier vor schädlichen Umwelteinwirkungen geschützt. Durch die gelagerten Pigmente erhält die Schlange Ihre Färbung und bekommt Tastsinneseindrücke. Die Unterhaut enthält Fettkörper. In denen werden Energiereserven gespeichert.
Die Schuppen einer Schlange werden in Kopf- und Körperschuppen unterteilt.
In der Seitenansicht des Kopfes gibt es auch diverse Schildergruppen. In Ihrer Schuppenzahl können sie von Art und Art sehr stark variieren. Das sind der Nasenschild, der Zügelschild, der Voraugenschild, der Hinteraugenschild, der Schläfenschild, der Oberlippenschild, der Unterlippenschild und der Unteraugenschild.
Die Schlangen müssen sich regelmäßig komplett häuten weil Ihre Haut nicht kontinuierlich abgeschuppt wird. Dabei dringt Luft unter die absterbende Hornschicht und löst sie dadurch langsam vom Rest ab. Das kann man besonders an der Mattfärbung der Tiere (besonders Ihrer Augen) erkennen. Die darunterliegenden Hautzellen wachsen. Kurze Zeit später bilden sie eine neue Hautschicht und dann verhornen sie. Dadurch steht das Tier nie Einwirkungen von außen schutzlos gegenüber. Die Tiere besitzen nach der Häutung wieder eine feste und klar gefärbte Haut. Die alte Haut bleibt dann zurück.
Die Zähne der Schlangen sind nicht zum Kauen bestimmt. Sie dienen nur dem Festhalten der Beute. Im Falle von Giftzähnen dienen sie der Injektion von Toxinen. Sie sitzen lose auf dem Kiefer. Die Zahnspitzen einer Schlange zeigen nach hinten. Wenn ein Beutetier versucht sich aus dem Schlangengebiss zu befreien, bohren sich die Schlangenzähne nur noch tiefer in seinen Körper. Wenn ein Zahn der Schlange abbricht wird er durch einen neuen ersetzt. Die Schlangen besitzen Reservezähnen die Ihnen kurze Zeit später zur Verfügung stehen.
Schlangen sind auf verschiedene Weise in der Lage, Reize aus Ihrer Umwelt anzunehmen und zu verarbeiten. Im Inneren des Mauls führen sie die Zungenspitzen in das Jacobson-Organ. Das sind zwei kleine Vertiefungen am Gaumen. Dann werden die Duftstoffe dort analysiert. Die können dann mit den Spitzen unterschiedliche Düfte wahrnehmen. Das ermöglicht Ihnen das Aufspüren und Verfolgen Ihrer Beute.
Das Gehirn einer Schlange befindet sich in Ihrem Schädelkapsel. Die meisten Ihrer Inneren Organe sind der Körperform entsprechend langgestreckt. Der linke Lingenflügel ist verkümmert bis der rechte über bis zu zwei Drittel der Körperlänge sich erstrecken kann. Das ist auch von außen gut erkennbar, wenn sich Körper mit jedem Atemzug leicht ausdehnt. Im hinteren Teil geht der Lungenflügel in einen Luftsack über. Die Schlangenleber besteht nur aus dem rechten Lappen und erstreckt sich über den Großteil des Körpers.