Schuppenkriechtiere

Die Agamen gehören zu den Schuppenkriechtieren und sind mit den Leguanen verwandt. Man findet sie in Europa, Asien und Afrika und einige Arten leben auch in Australien. Ihre Anpassungsfähigkeit macht es ihnen möglich sich in allen Gegenden zu Recht zu finden. Nur zu kalte Regionen und das Wasser selber scheuen sie.

Je nach Art der Agame haben sie sich den entsprechenden Lebensräumen auch körperlich komplett angepasst. So finden sich bei den einzelnen Arten unterschiedliche Formen der Schuppen und auch der Längen der Schwänze. Der Flugdrache hat zum Beispiel einen extrem langen und stabilen Schwanz, den er zur Steuerung bei seinen weiten Sprüngen zwischen den Bäumen einsetzt. Auch die Füße sind je nach Region entsprechend unterschiedlich ausgeprägt. Manche Arten besitzen breite Hautsäume, die es ihnen möglich macht über das Wasser zu laufen.

Die Agame ist dafür bekannt gut sehen zu können. Dabei sind die Augen für sie das wichtigste Sinnesorgan. Auch ihr Gehör ist stark ausgeprägt. Der Geruch hingegen spielt eine untergeordnete Rolle, ist dennoch als gut zu bezeichnen. Die Riechzellen im Nasengang ermöglicht es ihnen, zusammen mit denen im Jacobson-Organ – dies sind Einbuchtungen auf beiden Seiten der Nasenscheidewand – Gerüche problemlos wahrzunehmen.

Die Tiere ernähren sich hauptsächlich durch Insekten oder Kleinstsäuger. Einige Arten fressen dabei ausschließlich Ameisen und Termiten, andere greifen auch auf pflanzliche Nahrung zurück. Ihr Trinkwasser nehmen sie in manchen Regionen durch Trinken auf, in anderen hingegen filtert ihre Haut dieses aus der Luftfeuchtigkeit heraus.

Eine Agame ist ein Kaltblütler, wie alle Echsen und Schlangen, die die Sonne benötigt um Wärme zu erhalten – weshalb sie ausschließlich tagaktiv ist. Es ist ihr nicht möglich die Wärme zu speichern, weshalb sie bei zu kalten Temperaturen in eine Winterstarre verfällt, die je nach Region, über Wochen und Monate anhalten kann.

Agamen werden manchmal als Haustiere gehalten. Für ihre Haltung benötigt man aber auf Grund des Artenschutzes eine Genehmigung durch die Behörden. Menschen gegenüber sind sie schnell zutraulich, während sie auch in Gefangenschaft, wie in freie Wildbahn, männlichen Artgenossen extreme Aggression entgegenbringen und ihr Revier verteidigen. Das ausgeprägte Revierverhalten macht so nur eine Haltung mit anderen Weibchen möglich, unter der Voraussetzung, dass genügend Platz für den Bewegungsdrang der Tiere vorhanden ist.