Eine bekannte Springpferderasse

Das Cheval de Selle Français oder kurz auch Selle Français, ist die bekannteste französische Springpferderasse. Es handelt sich um eine relative junge Züchtung, 1958 wurde im Auftrag des französischen Landwirtschaftsministeriums eine neue Rasse gezüchtet, die verschiede Züchtungen aus ganz Frankreich kreuzen sollte. Pferde aus der Normandie, der Charente, der Bretagne, des Charolles sowie des Berrichone wurden zusammengeführt, den größten Anteil an der neuen Pferderasse Selle Français hat der Anglo-Normanne.
Dieses vielseitig begabte Pferd wird nicht nur als Springpferd, sondern auch als Arbeits- oder Nutzpferd eingesetzt. Dabei sind die folgenden Eigenschaften von großem Nutzen: Schnelligkeit, Kraft und Widerstandsfähigkeit. Es ist temperamentvoll durch einen unterschiedlich hohen Vollblutanteil aber doch ausgeglichen.
Die Pferderasse hat ein Stockmaß von 155 cm bis 175 cm und wird in als Fuchs, Rappe, Brauner und selten auch als Schimmel gezüchtet.
Bei den Olympischen Spielen in Atlanta 1996 gewann die Französin Alexandra Ledermann auf dem Selle Français Rochet M die Bronzemedaille.
Die Charakteristik des Selle Français ist wie folgt: Der Kopf hat ein edeles Aussehen und besitzt weit auseinanderliegende Augen, der Hals ist elegant und lang. Die Schultern sind schräg und geben eine gute Rittigkeit. Das Gebäude ist kräftig mit tiefer Brust und einem gut ausgeprägten Rippenbogen ebenso wie eine mächtige Hinterhand. Das Selle Français hat lange Gliedmaßen mit viel Knochensubstanz was seine Bewegungen in jeder Gangart kraftvoll und geschmeidig macht. Der Cheval de Selle Français ist eine Warmblutrasse.