Die Quarter Horses sind robust

Wenn es nach den offiziellen Angaben im Bestandsregister geht, ist das Quarter Horse die beliebteste Pferderasse überhaupt. Dass weltweit mehr als 4,5 Millionen dieser Pferde gehalten werden, hat seinen guten Grund: Quarter Horses sind robust und leicht zu führen und bringen eine gehörige Portion Ausdauer und Spaß an der Arbeit mit. Aus diesem Grund sind die meist sandfarbenen Pferde heute hauptsächlich bei Westernreitern beliebt. Die Ursprünge des kurzbeinigen, mit kräftigen Muskeln an Beinen, Brust und Lenden ausgestatteten Pferdes reichen zurück ins 18. Jahrhundert. Wie der vollständige Name American Quarter Horse verrät, stammt die Rasse aus den USA. In ihr kommen Gen-Einflüsse arabischer, andalusischer und englischer Rassen zusammen. Seinen Namen erhielt das Quarter Horse von den Quarter-Mile-Rennen, die in den amerikanischen Südstaaten beliebt waren und über eine Distanz von einer viertel Meile gingen. Eine große Rolle spielten die Pferde bei der Besiedlung der USA. Die Siedler auf den langen Trecks nach Westen machten sich die Kraft und Ausdauer der Rasse zunutze. Nach der Ansiedlung wurden sie zu den typischen Arbeitspferden der Cowboys. Diese Tradition greifen die heutigen Westernreiter auf. Mit dem Sport differenzierte sich die Rasse in unterschiedliche Typen, die nach den Turnierdisziplinen der Westernreiter unterteilt werden. Der besonders muskulöse "Halter", die schlankeren "Pleasure" und die wendigen "Reining". Auch für Rennen wird in den USA ein spezieller Typ gezüchtet, der einen hohen Vollblüter-Anteil aufweist. Wer ein richtiges Quarter Horse sein darf, das legt die American Quarter Horse Association fest. Für die Registrierung muss eine reine Abstammung nachgewiesen werden. Weiße Abzeichen darf ein Quarter Horse nicht aufweisen.