Der Paso Fino

Bei dem Paso Fino handelt es sich um eine südamerikanische Rasse mit iberischen Vorfahren, die gerne als Freizeit-, Wander- oder Gangpferd eingesetzt wird. Eine gleichnamige Gangart verdankt ihren Namen diesen Pferden. Ursprünglich in Kolumbien und Puerto Rico gezüchtet, findet man sie heute auch in den USA und der Dominikanischen Republik. Seit etwa 40 Jahren sind sie auch in europäischen Gestüten vermehrt zu finden, darunter an erster Stelle in Deutschland, aber auch in der Schweiz oder Österreich.

Der Paso Fino zeichnet sich besonders durch den Tölt aus, eine besondere Trab-Gangart, die für den Reiter sehr angenehm zu sitzen ist. Ihr Körperbau ist hoch aufgerichtet und das Stockmaß liegt bei etwa 1,40m, manchmal höher. Sie besitzen einen mittelgroßen Kopf mit geradem Profil, großen Augen und langen, sehr beweglichen Ohren. Diese geben den Pferden einen wachen, intelligenten und aufmerksamen Zug, der einige ihrer Charaktereigenschaften widerspiegelt. Ihr kräftiger Rücken ist für Reiter bestens geeignet und die feingliedrigen aber stabilen Beine runden das Gesamtbild ab. Farblich kann man sie durchaus als vielfältig bezeichnen und prinzipiell sind sie auch in allen Farben zu finden, jedoch herrschen Füchse, braune und dunkelbraune Tiere vor. In den meisten Fällen sind diese aber mit weißen Blessen gezeichnet.

Pferde dieser Rasse gelten als aufmerksame Tiere, die sehr eifrig, gehorsam und arbeitsfreudig sind. Gleichzeitig aber sind sie temperamentvoll und zeichnen sich durch Nervenstärke aus. Ihr Temperament lässt sich dabei allerdings gut unter Kontrolle halten. Eine weitere Charaktereigenschaft ist ihre große Sensibilität und in der Regel sind Paso Fino sehr menschenbezogen. Ein weiterer Punkt, der sie als hervorragende Freizeitpferde auszeichnet.