Ein in der Wildnis lebenden Mustang

Schon im alten China waren die Herrscher hoch zu Ross unterwegs. Der Überlieferung nach sollen sie goldene Pferde geritten haben, die heute als Palominos bezeichnet werden. Als dann die Spanier Amerika eroberten, liefen ihnen ihre Vierbeiner davon, die sich dann mit den freilaufenden, in der Wildnis lebenden Mustangs vermehrten.
Die eher mittleren, stämmigen Tiere sind größer als 1,40 m und dürfen 1,65 m Stockmaß nicht überschreiten. Ihr Kopf ist gerade und vollendet, dunkle Augen sorgen für den klaren Blick. Dem mäßigen Widerrist schließt sich ein belastbarer Rücken an.
Palomino-Pferde bestechen durch ihre einzigartige Farbe. Sie wird Isabelle genannt und bezeichnet den goldenen Farbton mit Metallschimmer. Das weiße Langhaar darf maximal 15% dunklere Schattierungen aufweisen. Häufig haben sie helle Hufe.
Vom Charakter sind die Tiere intelligent und freundlich; gerade deshalb wählen Eltern für ihre Kinder dieses Pferd. Cowboys schätzen von je her ihren ausholenden Schritt, das exzellente Galoppieren. Wie für den wilden Westen typisch, reitet der Farmer sein Rodeo auf einem Palomino. Zu Paraden und Festzügen laufen sie ebenfalls auf, sie sind eine wahre Augenweide.
Der Name Palomino gilt weltweit, bestimmt aber nur in den USA eine eigenständige Rasse. Traditionell erfolgt die Tierzucht in Texas und Kalifornien. Größtenteils kommen für die Paarungen American Quarter Horses in Frage, die dem Typus eines guten, alten Westernpferdes entsprechen.
Andere Länder führen die Pferde nach ihrer Konstitution, zumal sich die Farbe als Hauptkennzeichen nicht rassetypisch weiter vererbt. In Europa züchtet die British Palomino Society solche Tiere heran.