Die brasilianischen Gangpferde Mangalarga Marchadores

Das größte Glück dieser Erde liegt auf dem Rücken der Pferde. Diesem Sprichwort stimmen unzählig enthusiastische Pferdeliebhaber zu. Wer noch am Anfang seiner Reiterlaufbahn steht, sollte sich gut informieren, welches Pferd zu dem Reiter passt.

Durch die portugiesische Königsfamilie wurden bei der Einreise neben weiteren Pferden auch der Altér-Hengst „Sublime“ nach Brasilien gebracht. Durch die Kreuzung einer einheimischen Stute mit „Sublime“ entstand eine Rasse, die sich durch einen hervorragend weichen Gang auszeichnete. Der „Associcao Brasiliero dos Criadores do Cavalo Mangalarga Marchador“ (ABCCMM) entstand 1949 durch den Zusammenschluss der Züchter. Dem brasilianischen Zuchtverband gehören heut zutage mehr als 6000 Züchter und etwa 400.000 Mangalarga Marchadores an.

Die Marcha, worauf sich der Name der Mangalarga Marchadores zurückführen lässt, bezeichnet eine Gangart im Viertakt bei gemächlichem bis mittlerem Tempo, symmetrisch, mit einer inkonstanten Zweibeinfußung im Lateralen und Diagonalen anhaltend unterbrochen durch Augenblicke einer Dreibeinfußung. Sie lässt sich grob sondern in Marcha Picada und Marcha Batida.

Mangalarga Marchadores zeichnen sich durch ein Stockmaß von nicht geringer als 1,40m (Stuten) und nicht mehr als 1,57m (Hengst) aus. Der eigentümliche Widerrist sorgt für eine förderliche Sattellage. Ein pathetischer Kopf mit großen Augen, ein über hinreichend Gurtentiefe verfügender Rumpf, die natürliche Aufrichtung des Halses sowie eine leicht schräg abfallende, gut bemuskelte Kruppe sind bezeichnend für diese Tiere. Die ausdrucksstarke Schönheit der Mangalarga Marchadores schließt mit seidig feiner Mähne und Schweif ab.

Die positiven Eigenschaften der brasilianischen Gangpferde und der freundliche, sanfte Charakter eines Marchadores sorgen vor allem im Gebiet des Freizeitreitens für extreme Beliebtheit. Ehemals als Arbeitstier gezüchtet eignet sich ein MM sowohl als Familien- wie auch Freizeitpferd. Bei gutem Training sind auch große Distanzritte, Western- oder Dressurreiten für die menschbezogenen, arbeitswilligen Geschöpfe ein leichtes.