400-jährige Tradition

Der Lipizzaner kann auf eine über 400-jährige Tradition zurück blicken. Das Edelpferd, auch Kaiserschimmel genannt, hat seine ursprüngliche Form bis heute erhalten. Im Jahre 1580 gründete Karl V das Hofgestüt Lipizza, heute Slowenien. Durch Kreuzung mit Spaniern, Neapolitanern und Arabern entstand das „Pferd Karster Rasse Lipizzaner Zucht“.

Kriegsbedingt verbreiteten sich die Lipizzaner in mehrere osteuropäische Länder. Gestüte entstanden in Rumänien, Ungarn, Slowakei, Kroatien, Jugoslawien, Bosnien und Italien.
Das bekannteste Gestüt ist in Piber, in der Steiermark, in Österreich. Hier werden seit 1920 Barockbetonte Lipizzaner für die Spanische Hofreitschule in Wien gezüchtet.

Der Verband der Spezialpferderassen in Bayern einigte sich auf einen Lipizzanertyp, der den Richtlinien der ILU (Internationale-Lipizzaner-Union) entspricht. Das Warmblutpferd ist ein geschlossener, barocker Typ mit einer breiten Brust. Der Lipizzaner besitzt einen genügend langen, muskulösen Rücken, kräftige, runde Kuppen und einen relativ großen, gestreckten Kopf mit kleinen Ohren und einer rassetypischen Ramsnase. Er hat einen muskulösen Hals, der nicht zu lange ist. Mit einem Stockmaß von 1,55 m bis 1,58 m wirkt er kurz und kräftig. Überwiegend ist der Lipizzaner ein Schimmel, selten ein Rappe oder ein Brauner.

Die Lipizzaner sind fleißige, energische Pferde und zeigen im Trab beste Schwungentfaltung mit mehr oder weniger Knieaktion, was auch als Spanischer Tritt bezeichnet wird. Hierbei handelt es sich um einen Trab, welcher wie in Zeitlupe wirkt. Von einem diagonalen Beinpaar schwingt sich das Pferd auf das andere.

Lipizzaner sind als Dressur-, Fahr-, oder Freizeitpferde geeignet.