Der Knabstuper – Frederiksborger in Farbe

Der Knabstuper hat sich in den letzten Jahren zum europäischen Pendant des Appaloosas entwickelt. Ursprünglich geht diese Rasse jedoch auf eine Farbvariante der früheren Paradepferde am dänischen Hofe – dem Frederiksborger - zurück. Auf Gut Knabstup gezüchtet, erhielten die bunten Frederiksborger von dort ihren Namen. Mit dem Aussterben der hohen Kunst der Kriegsreiterei, starb auch die Aufgabe der Knabstuper Pferde aus. Die Hohe Schule wurde mehr und mehr zum Freizeitvergnügen des Adels. Die einfachen Soldaten wurden nicht mehr ausreichend in der Reitkunst geschult und verlangten nach einfältigen, nicht mitdenkenden Tragtieren.

Liebhaberzuchten ist es zu verdanken, dass Frederiksborger und Knabstuper nicht vollkommen ausstarben. Ein verheerendes Unwetter machte 1891 zunächst alle Hoffnungen zunichte, als ein Blitz Gut Knabstrup in ein Flammenmeer verwandelte. In den Flammen starben 22 Zuchttiere - das aus für die Knabstruper Tigerschecken. Erst 1952 begann man mit einigen wenigen Nachkommen wieder mit dem Aufbau der Zucht. Viele Idealisten bemühen sich seitdem, die alten Linien am Leben zu erhalten. An dieser anspruchsvollen Arbeit beteiligen sich grenzübergreifend viele Liebhaber dieser uralten, wundervollen Rasse.

Der Knabstuper wird heute in zwei Typen gezüchtet, der barocke ähnelt stark den Pferden, die einst begehrte Prunkpferde europäischer Königshäuser waren. Typisch für die Barockpferde sind Ramsnase, ein kräftiger Oberhals und eine muskulöse Hinterhand. Der moderne Knabstuper lehnt sich an die heutige Sportpferdezucht an und führt entsprechend viel Fremdblut. Als Original Knabstuper gelten nur Pferde, die in der dritten Generation reingezüchtet sind. Die bunten Dänen gibt es in fünf Grundfarben, dem Schabrack- und dem Schneeflockentiger, dem Volltiger, dem Weißgeborenen und dem einfarbigen Knabstuper.