Der Kladruder

Das Ursprungsland des Kladruder ist die Tschechei. Ein Hauptzuchtgebiet für den Kladruder gibt es nicht. Die Verbreitung des Kladruder ist äußerst gering. Sein Stockmaß ist einen Meter siebenundsechzig. Er ist nur als Schimmel oder Rappen vertreten, andere Farbmöglichkeiten gibt es nicht. Das Haupteinsatzgebiet des Kladruder ist das Barockreiten oder auch der Fahrsport.

Der Kladruder hat einen Ramskopf und hat sehr große herausstechend Augen, wie einen langen, aufgerichteten und kräftigen Hals. Er hat sehr starke und kräftige Gliedmaßen. Die Sprunggelenke des Kladruder sind besonders robust. Ebenfalls hat der Kladruder im Vergleich zu anderen Pferderassen eine besonders große und harte Hufe.

Durch seine besondere Geduld und Ruhe ist der Kladruder ein besonders guter Karossier. Der Kladruder ist die einigste Pferderasse, welche speziell für zeremonielle Anlässe gezüchtet wurde. So wurden für damaligen zwei Arten von Zeremonien einmal am Hofe und einmal die kirchlichen, die Wahl der Pferde angepasst. Es wurden die Rappen für kirchliche Zeremonien verwendet und die Schimmel für die Hofzeremonien.
Es heißt, dass die Zucht auf den Wurzeln von italienischen und spanischen Pferden zurückgeht, welche Maximilian der Zweite extra importieren ließ. Für die Zucht des Kladruders wurden nur große und eindruckstarke Pferde mit speziellem Imponiergehabe ausgewählt. Ein extra auf die Zucht von Kladrudern spezialisiertes Gestüt, Kadruby nad Labem, gehört mit zu einen die ältesten Gestüte der Welt.