Was sind Kaltblüter

Als Kaltblüter werden schwere Zug- und Arbeitspferde, die häufig in der Landwirtschaft zur Arbeit eingesetzt wurden, bevor die Maschinen ihre Aufgaben übernommen haben, bezeichnet. Ihr Name ist für Laien ein wenig irreführend, es handelt sich bei diesen Pferden um warmblütige Tiere, wie alle anderen Pferde. Sie haben ihn ihrer großen Körpermasse und ihrem ruhigen, freundlichen Wesen zu verdanken. Einen weiteren Einsatzbereich hatten diese Pferde als Reittiere von Rittern. Andere Pferde waren hier nicht verwendbar, da die Rüstung der Ritter ein zu hohes Gewicht für sie gewesen wäre. Erst als man leichtere Rüstungen und Schutzkleidungen entwickelte, wurden sie von schnelleren Pferden abgelöst. Einige Zeit war der Fortbestand vieler Kaltblutrassen gefährdet, bis sie aus Gründen des Umweltschutzes in den letzten Jahren ihren Weg zurück in die Land- und Forstwirtschaft fanden. Hier werden sie zum Beispiel als Rückpferde in unwegsamen Wäldern verwendet, in denen große Maschinen nicht einsetzbar sind. Hier ziehen sie tonnenschwere Baumstämme, ohne große Schäden am Waldboden und den umstehenden Bäumen zu verursachen, wie es oft beim Einsatz von schwerem Gerät der Fall ist. Das größte Kaltblut der Welt ist das Shire Horse. Mit einem Gewicht von über 1200 Kilogramm und einem Stockmaß von mindestens 1,68 Metern bei den Hengsten, oft wird hier aber ein weitaus höheres Maß erreicht, ist dieses Pferd zu Recht der Gigant unter den Pferden. Es wird heute auf Grund seines imposanten Erscheinungsbildes sehr gern für Werbung als Zugtier für Wagen bei Volksfesten verwendet.