Kabardiner ein Gebirgspferd ?

Das Kabardiner- Pferd stammt ursprünglich aus dem Kaukasus. Es erhielt seinen Namen vom Volk der Kabardiner.
Diese Rasse hat eine leicht säbelartige Beinstellung, was ihm einen sicheren Gang auch in schwierigem Gelände ermöglicht. Es hat einen langen Kopf, lange Ohren mit häufig nach innen gebogenen Spitzen und klare Augen. Die Mähne und der Schweif sind voll, der Hals mittellang und bemuskelt. Die Kabardiner haben einen mittellangen Rücken und feste, korrekte Hufe, die aufgrund des steinigen Untergrundes entstanden.
Das Gebirgspferd zeichnet sich vor allem durch folgende Charakterzüge aus: ein sehr guter Orientierungssinn, der sich durch die Herdenhaltung und das Gruppentraining auf den Bergweiden so stark ausbildete und Härte. Es ist scheufrei, nervenstark, leistungsbereit, fruchtbar, genügsam, leichtfuttrig und robust.
Die Rasseentstehung lässt sich auf Grund von Brandeichen auf das 12. Jahrhundert zurückführen. Die Wurzeln des Kabardiner liegen beim arabischen und persischen Pferd. Damals handelte es sich um eine familienorientierte Zucht, was bedeutet, dass jeder Fürst sein eigenes Brandzeichen und seine ganz eigene Zucht hatte. Eine gezielte Zucht fand erst ab 1900 statt. Etwa um diese Zeit wurde auch das Englische Vollblut in die Rasse mit eingekreuzt. So schuf man einen neuen Kabardiner- Typ, den Anglo- Kabardiner.
Im Zweiten Weltkrieg mussten Tausende von Kabardiner Pferden den Weg von Stalingrad zu den Alpen bewältigen. Hierbei bewiesen sie ihre große Kraft, Ausdauer und ihren Willen.
Diese Rasse wird vor allem im nördlichen Kaukasus gezüchtet. Deutschland importierte den Großteil seiner über 400 Kabardiner Pferde aus dem Kaukasus. Sie werden am häufigsten in der Freizeit zum Wanderreiten eingesetzt, können aber auch einige Erfolge im Distanzreiten aufweisen.