Das Islandpferd

Seine Herkunft ist nur unschwer zu erraten: Das Islandpferd ist ein Isländer im wahrsten Sinne des Wortes. Nur ein Pferd dessen Vorfahren lückenlos aus Island stammen, darf als Isländer bezeichnet werden.
Wikinger brachten ihre Pferde mit auf die Insel im Nordatlantik, als sie sich dort im 9. Jahrhundert ansiedelten, und kreuzten diese mit britischen Ponies. Geschützt durch die Insellage und durch das spätere Einfuhrfuhrverbot für Pferde konnte sich daraus die Rasse der Isländer ohne weitere Vermischungen entwickeln.

In ihrer Heimat werden die Isländer meist halbwild gehalten. Den ganzen Sommer über verbringen die Herden für sich allein im Hochland. Lediglich im Herbst und Winter werden sie auf Koppeln im Tiefland gehalten. Wichtig ist, dass diese Pferde ihren Herdenverband haben, denn das soziale Verhalten ist gerade bei den Isländern sehr stark ausgeprägt.

Diese Gegebenheiten prägen den Charakter der Pferde. Isländer sind selbstbewußt, mutig und robust, zugleich äußerst anpassungsfähig, was Lebensbedíngungen und Gelände anbelangt. In der Regel erreichen sie ein Lebensalter von bis über dreißig Jahren.
Sie gelten als ausgesprochen gutmütig und freundlich. Ihre Statur ist bei einem durchschnittlichem Stockmaß von 1,30 bis 1,45 m eher stämmig. Islandpferde gibt es in nahezu allen Farbvarianten.

Das Besondere an den Isländern ist, dass sie neben den herkömmlichen Gangarten in der Regel noch zu zwei weiteren Gangarten, dem Pass und dem Tölt, in der Lage sind. Gerade der erschütterungsfreie Tölt ist sehr angenehm zu reiten - ein Grund, warum sich diese Pferderasse so hoher Beliebtheit erfreut.