Der Haflinger

Haflinger sind Gebirgspferde, die ihren Ursprung in den Bergen Südtirols haben. Ihren Namen hat die Rasse dem Bergdorf Haflingen oberhalb von Meran zu verdanken. Dort leistet der Haflinger als Trag- und Zugpferd den Bergbauern seit Jahrzehnten gute Dienste bei der harten Arbeit. Der überwiegende land- und forstwirtschaftliche Einsatz spielt heute jedoch nur noch eine untergeordnete Rolle.

Charakteristisch für diese Rasse ist das rotbraune bis goldene Fell in Kombination mit dem flachsfarbenen bis weißen Mähnen- und Schweifhaar. Sie gelten als freundliche und sensible Pferde, die sich durch Genügsamkeit und hohe Trittsicherheit im schwierigen Gelände auszeichnen.

Der Haflinger findet heute vielfältige Verwendungszwecke. Als Wander-, Trekking- und Distanzpferd wird er wegen seines ausgeglichenen Temperaments, seiner Leistungsbereitsschaft und seinem angenehmen Charakter sehr geschätzt.
Im Turniersport werden die sympathischen Füchse mit dem weißen Langhaar vor allem unter dem Dressur- und Springsattel, sowie im Fahrsport eingesetzt.
Immer häufiger sind sie auch im Westernreitsport anzutreffen, wo sie vor allem in den Disziplinen Reining und Trail punkten können.
Seine solide Konstruktion, sowie seine komfortable Körpergröße und hohe Tragfähigkeit machen den Haflinger zu einem ausgezeichneten Therapiepferd.
Er ist auch ein geeignetes Kinderpferd, da er durch seine Intelligenz Kindern das Reitenlernen leicht macht. Da der Haflinger bei falscher Behandlung schnell stur werden kann, ist er nur bedingt für Reitanfänger geeignet. Eine artgerechte Unterbringung ist genauso wichtig, wie eine fachliche und gewaltfreie Ausbildung um schlechte Angewohnheiten zu verhindern und das freundliche Wesen des Pferdes zu erhalten.