Ritterpferde

Die Pferderasse Friese stammt ursprünglich aus der Provinz Friesland in den Niederlande. Sie entstand durch die Einkreuzung spanischer Pferde in den damals niederländischen, eher kaltblütigen Pferdetyp.

Seine Blütezeit hatte der Friese im Mittelalter. Wegen seiner kräftigen, aber nicht zu großen Statur war er als „Ritterpferde“ besonders gut geeignet. Aufgrund seiner schwarzen Farbe war er auch auf den Fürstenhöfen in ganz Europa als Geschenk gern gesehen.
Später fand diese Rasse auch Verwendung in der Landwirtschaft, weshalb sich die Zucht von den fürstlichen Gestüten immer mehr auf Höfe niederländischer Bauern verlagerte.
Als die reinen friesischen Pferde im 19. Jahrhundert aus der Mode kam, wurde deren Zucht vernachlässigt. Einige Züchter setzten sich im Jahr 1913 erfolgreich für die Rettung dieser alten Rasse ein. Zu diesem Zeitpunkt existierten nur noch 3 lebende Hengste. Man war zu der Erkenntnis gekommen, dass nicht nur ein landwirtschaftliches Arbeitstier, sondern auch ein Stück niederländische Geschichte vom Aussterben bedroht war.

Für die Friesenpferde sind besonders charakteristisch die lange lockige Mähne und der Kötenbehang an den Beinen. Aufgrund dieser Merkmale sind sie im süddeutschen Raum und Österreich auch als Langhaarpferde bekannt. Während die Rasse früher auch in anderen Farben gezüchtet wurde, ist heute nur noch die Farbe schwarz erwünscht.
Ihre besonders schwungvolle Grundgangart und ihr Talent zur Hohen Schule, machen aus dem Friesen ein beliebtes Show- und Dressurpferd. Häufig sind sie aber auch vor der Kutsche zu finden. Geschätz wird der Friese für seine Zuverlässigkeit, Geduld, Sanftmut und Kraft.