Thoroughbred

Das Englisches Vollblut wurde speziell für den Rennsport aus der Rasse der Vollblüter gezüchtet. Pferde, die zu den Englischen Vollblütern zählen, sind in ihren Papieren meist durch "xx" gekennzeichnet und so einfacher von anderen Pferderassen zu unterscheiden.

In England werden Pferde dieser Rasse oft als "thoroughbred" (durchgezüchtet) bezeichnet. Tatsächlich kann noch heute jedes Tier in seinem Stammbaum bis auf die Gründungshengste im 18. Jahrhundert zurückgeführt werden. Bei Stuten reicht der Stammbaum teilwese sogar bis in das 17. Jahrhundert zurück. Das heißt also, dass die Englischen Vollblütern seit mehr als 30 Generationen durchgezüchtet wurden.

Bekannt sind diese Tiere vor allem für ihre Schnelligkeit. Sie gelten gemeinhin sogar als schnellste Rennpferde der Welt und haben schon mehrfach Preise im Wert von mehreren Millionen Dollar gewonnen. Ausschlaggebend für die Zucht sind dementsprechend auch keine besonderen Merkmale sondern allein die Rennleistungen der Tiere.

Als Züchter wird hier vornehmlich der Besitzer der Stute bezeichnet. In jedem Frühjahr wählt er den seiner Meinung nach am besten passendsten Hengst für seine Stute aus. Ob ein Hengst passend ist, hängt hierbei von den Zielen ab, die er mit seiner Zucht verfolgt. Neben den erzielten Rennleistungen der potentiellen Elterntiere, wird auch ihr Stammbaum genau betrachtet. Dabei wird untersucht, ob beispielsweise bestimmte Merkmale durch eine sich bei der Verbindung ergebene Inzucht verstärkt werden können. Hat der Züchter einen passenden Hengst ausgesucht, zahlt er dessen Besitzer ein bestimmtes Endgelt (Decktaxe) damit dieser seinen Zuchthengst zur Verfügung stellt. Je nachdem wie erfolgreich und begehrt der Hengst ist, können die Beträge hier oft auch in den sechstelligen Bereich gehen