Die Geschichte des Connemara

Das Connemara ist nach seiner Herkunft, der von Hochmooren geprägten bergigen Küstenregion an der Atlantikküste Westirlands benannt und stellt ursprünglich eine Kreuzung zwischen den dort lebenden Bergponys und importierten Araberpferden dar. Wann diese Kreuzung stattfand ist umstritten. Irische Züchter geben gerne zum Besten, dass die Araber im Zuge des Scheiterns der spanischen Armada, also schon im 16. Jahrhundert über Galway nach Connemara gelangt seien, wo sie rasch mit den dort lebenden irischen Ponys verkreuzt wurden.
Wahrscheinlicher ist aber, dass britische Farmer im 19. Jahrhundert unter anderem arabische Vollblüter in Irland einführten und zur Kreuzung mit den Bergponys verwendeten, wofür die Beobachtung spricht, dass in Connemaras auch Anteile von Berbern, Welsh-Ponies und Englischen Vollblütern zu finden sind.
Dementsprechend werden Connemaras gob in drei Typen unterschieden, den eher zierlichen Eastern-Typ, mit deutlichen Araberanteilen, den groberen Irish-Draft-Typ, der in seiner Erscheinung kleinen Kaltblütern ähnelt und den Cilfton-Typ, bei dem deutlich die Ponymerkmale dominieren.
Das Connemara hat ein Stockmaß zwischen 125 cm bis 150cm und eignet sich auch aufgrund seiner Genügsamkeit und Zuverlässigkeit als Reit-und Springpferd für Kinder und Erwachsene. Es vereint die Eigenschaften des zähen und genügsamen Bergponys mit der Kraft und Eleganz der Araber.
Connemaras treten meistens als Schimmel oder Falben auf, in selteneren Fällen aber auch als Braune, Rappen oder Füchse.