Araber - Kinder der Wüste

Der Vollblutaraber gehört, wie sein Name schon schließen lässt, zu der Gruppe der Vollblüter. Anders als der Shagya-Arber, der Halbblut Araber und der Anglo-Araber, die Einflüsse von "Fremdblut" aufweisen, sprich, die nicht reinrassig sind.
Der Ursprung des Araberpferdes liegt auf der arabischen Halbinsel, auf der sie seit dem 7 Jahrhundert n.Chr. von Beduinen zum Zweck der Fortbewegung, aber auch für den Krieg, sowie zur Jagd gezüchtet wurden. Die Hauptzuchtgebiet ist mittlerweile jedoch nicht mehr nur der Orient, sondern auch Großbritannien, die USA, Polen, Ungarn, Russland und Deutschland.
Vom lebensnotwendigen Nutztier entwickelte sich das Araberpferd hin zum Freizeit-, Renn- und Showpferd und erfreut sich auch weiterhin immer größerer Beliebtheit.
Neben seinem anmutigen Äußeren, das sich durch die langen Beine, die großen, sanften Augen und den eleganten Gang auszeichnet, wird auch die Ausdauer und Wiederstandsfähigkeit dieses Pferdes hoch geschätzt.

Die Wüste hat den Araber abgehärtet, was sich im Exterieur bemerkbar macht. Mit 140cm - 150cm Stockmaß ist er groß genug, um sich notfalls gegen natürliche Feinde behaupten zu können, andererseits bleibt er aufgrund seines eher quadratischen Formats wendig und schnell und Dank der großen Nüstern bekommt er trotz staubiger Wüstenluft ausreichend Sauerstoff.
Typisch für den Araber ist auch das feurige Temperament, das manchen Anfänger an seine Grenzen treibt, fortgeschrittenen Reitern aber eine Herausforderung bietet, denn hat man das "Wüstenkind" ersteinmal gezähmt, entpuppt es sich als menschenbezogenen, intelligentes, gutmütiges Pferd.