Ein und Sport- und Freizeitpferd

Das beliebte Freizeit- und Sportpferd aus Nordamerika wird besonders gerne beim Westernreiten eingesetzt. Doch auch für die Dressur – hier beim „English Ridding“ – und für das Springreiten – „Hunter under Saddle“ – finden sich vermehrt Liebhaber des ausgeglichenen Appaloosa.

Das intelligente Pferd mit dem freundlichen und ausgeglichenen Wesen stammte ursprünglich aus Spanien, wurde aber im 18. Jahrhundert von den Spaniern nach Nordamerika eingeführt. Die dort ansässigen Nez Percé-Indianer – sie lebten im Grenzgebiet des heutigen Idaho und dem Staate Washington – züchteten fortan die ausdauernden Appaloosa. Ihren Namen bekamen sie dabei abgeleitet vom dortigen Palouse-River.

Die Züchtungen der Pferde haben die Besonderheit nie einfarbig zu sein, dafür sind sechs unterschiedliche Zeichnungen bekannt:
- Schneeflockenbunt (braun mit weißen Flecken),
- Leopardbunt (weiß mit dunklen Flecken),
- Mamorbunt (braun mit weißer Kruppe),
- Deckenbunt (weiße Kruppe mit dunklen Flecken),
- Schabrackbunt (weiß mit tropfenförmigen dunklen Flecken) und
- Schabrack-Schneeflockenbunt (braun mit weißer Kruppe und weißen und braunen Flecken).
Diese Zeichnungen waren für die Indianer eine hervorragende Voraussetzung ihre Gegner zu verwirren, denn die Appaloosa verschmolzen durch die unruhige Farbmischung mit dem Hintergrund.

Während der Indianerkämpfe im 19. Jahrhundert wurden die Tiere fast vollständig ausgerottet, aber im Laufe des 20. Jahrhunderts konnte ihr Bestand gerettet und ausgeweitet werden. Heute gibt es zahlreiche Appaloosa-Clubs und Pferdefreunde wissen diese Tiere, mit dem athletischen Körperbau, ihrem keilförmigen Kopf mit der breiten Stirn, den kleinen Augen und Ohren, so wie ihren langen, kräftigen Rücken und die stabilen Beine, zu schätzen. Heutzutage gibt es jedoch bereits Züchtungen, die die körperlichen Eigenschaften der Appaloosa so weit verändern, dass sie den Quarter Horses immer ähnlicher werden.