Der Andalusier

Die in Spanien gezüchteten iberischen Pferderassen werden allgemein hin als Andalusier bezeichnet. Ausgenommen sind davon lediglich Ponys und Kaltblüter.

Die Bezeichnung "Andalusier" hat sich für diese Pferde im Mittelalter herausgebildet, da damals der Teil der Halbinsel, auf dem die Pferdezucht vornehmlich durchgeführt wurde, "Al Andalus" genannt wurde. Das macht deutlich, dass die Herkunft eines Pferdes, das als Andalusier bezeichnet wird, keinesfalls auf die heute bekannte Region Andalusien beschränkt ist.

Die Zucht ist in Spanien sehr streng geregelt und über ein Zuchtbuch, welches vom Verteidigungsministerium verwaltet wird, kontrolliert. Nur diejenigen Hengste und Stuten, die in diesem Buch aufgeführt sind und eine Körung bestanden haben, werden in Spanien zur Zucht zugelassen.

Die Andalusier zeichnen sich vor allem durch einen mittelgroßen, muskulösen und gleichzeitig eher kompakten Rumpf aus. Ihre Oberlinie ist sehr harmonisch und ihre Bewegungen zeichnen sich durch Eleganz und hohe Sprungkraft aus. Der Kopf der noblen Tiere weit ein gerades Profil auf, ihr Hals ist kräftig und hoch aufgesetzt. Durch ihre hohe Intelligenz eigenen sich diese noblen Pferde hervorragend für die "Hohe Schule"

Verwandtschaftsgerade haben die Andalusier vornehmlich zu den Berbern, die im Mittelalter bei den Eroberungen der Mauren auf die Halbinsel gebracht wurden. Dabei wurden die beiden Rassen miteinander vermischt. Zum Nachteil gereichte dies den Andalusiern jedoch nicht.

Heute wird zusätzlich zum traditionellen weißen Andalusier auch der schwarze Menorquiner in Spanien gezüchtet.