Mythos Achal-Tekkiner

In den isolierten Lagen der turkmenischen Steppen entwickelte sich der Achal-Tekkiner als eine der ausdauerndsten und härtesten Pferderassen überhaupt. Der Achal-Tekkiner gehört zu den ältesten Pferderassen der Welt, seine Geschichte reicht fast 3000 Jahre zurück. Obwohl es verschiedene Typen des Achal-Tekkiners gibt, unterscheidet er sich optisch grundlegend von allen anderen Pferderassen.

Vom Exterieur besitzt der Achal-Tekkiner einige, nach westlichen Standards unerwünschte, Mängel. Diese sind jedoch rassetypisch und machen diese Rassepferde zu einer einmaligen, hocheleganten Erscheinung.
So würde der steile Hirschhals bei anderen Rassen als Mangelhaft angesehen,ebenso wie die häufig kuhhessige Stellung der Hinterhand. Mit seinem langen Rücken ist der Achal-Tekkiner der Windhund unter den Pferden. Nach westlichen Vorstellungen sieht der Achal-Tekkiner naturgemäß mager aus. Jedoch handelt es sich bei dieser Rasse um Hochleistungssportler, die bei falscher Fütterung schnell gesundheitliche Probleme bekommen. Der Achal-Tekkiner erreicht etwa 1,50 Meter und 1,60 Meter Stockmaß. Eine weitere Besonderheit ist der auffällige metallische Fellglanz, die seidige Mähne und der Schweif fallen eher dünn aus.

Die Gänge des Achal-Tekkiners sind elastisch und raumgreifend, daneben zeigen die meisten Linien eine Pass- und Töltveranlagung. Diese nervenstarke Rasse ist für die harte Distanzreiterei prädestiniert, je nach Typ eignet sich der Achal-Tekkiner jedoch auch für jede andere Sparte des Reitsports. Traditionell wird der Achal-Tekkiner in Turkmenistan unter idealen Bedingungen, in freilaufenden Herden gehalten.

Eines der berühmtesten Pferde soll ein Achal-Tekkiner gewesen sein. Bukephalas trug seinen Herrn Alexander den Großen, fast bis zu seinem Tod, durch alle Eroberungszüge und sämtliche Schlachten. Manche Quellen behaupten Bukephalas soll gar einer der Stammväter der Achal-Tekkiner gewesen sein.