Streifenhörnchen ein Zwerg

Wer kennt nicht noch A-Hörnchen und B-Hörnchen aus Micky Maus? Die kleinen Hörnchen, die Donald des Öfteren in die Verzweiflung trieben, haben die Streifenhörnchen weltweit berühmt gemacht. Die Nager leben meistens in Nordamerika – vom Polarkreis bis Mexiko, bis auf eine Art, die in Eurasien – von Nordeuropa bis Nordchina und teilweise auf Hokkaido – existiert. Seltener findet man sie in Mitteleuropa, wo es sich meist um entlaufende Tiere aus Zuchten handelt.

Die Chipmunks, wie sie auch heißen, sind, je nach Art, zwischen fünf und fünfzehn Zentimeter große, haben eine Schwanzlänge von maximal zwölf, minimal sieben Zentimetern und wiegen, je nach Größe, zwischen dreißig und hundertzwanzig Gramm. Streifenhörnchen erkennt man an ihren fünf schwarzen Längsstreifen auf ihrem Rücken, die in unregelmäßigen Abständen von weißen und grauen Zwischenstreifen unterbrochen werden. Da jedes der Tiere diese Streifen besitzt, ist es manchmal schwer die entsprechenden Arten zu unterscheiden.

Die Nager haben ihren Lebensraum in den Wäldern, leben aber in der Regel auf dem Boden, auch wenn sie in der Lage sind zu klettern. Sie bauen ein Tunnelsystem, welches mehrere Meter Länge haben kann und in Schlaf- und Abfallbereiche unterteilt ist. Einige wenige Arten leben auch in baumlosen Gegenden, so lange dort entsprechend viel Buschwerk zum Verstecken anzufinden ist.

Die Tiere sind tagaktiv und halten – in den nördlicheren Regionen – Winterschlaf. Hier sammeln sie auch für den Winter entsprechende Vorräte, beschränken sich dabei aber nicht auf Nüsse, sondern fressen auch Samen, Insekten und Früchte. Normalerweise sind die Streifenhörnchen Einzelgänger, aber in der Paarungszeit gelangen die Männchen und Weibchen kurze Zeit zusammen. Die jungen Hörnchen kommen nach 30 Tagen Tragezeit zu viert, manchmal zu fünft zur Welt und schon im ersten Jahr werden sie selber geschlechtsreif.

Die Tiere haben einen großen Bewegungsdrang, weshalb ein Leben in Gefangenschaft für sie oftmals problematisch ist. Man kann sie in vielen Zoos besichtigen und als Haustiere werden sie auch immer beliebter, allerdings ist die private Tierhaltung hier in der Diskussion, da sie vielfach als nicht artgerecht bezeichnet wird.