Nagetiere

Unter Nagetieren wird eigentlich jeder Pflanzen fressende Säuger bezeichnet, dessen Vorderzähne die für sie typische Stellung haben. Im Heimtierbereich sind vor allem Meerschweinchen, Kaninchen, Chinchillas, Mäuse, Ratten, Hamster und Degus vertreten. Außer Hamster sind alle aufgezählten Tiere keine Einzelgänger. Das muss unbedingt in der Haltung beachtet werden, da viele Tiere unglücklich in ihren Käfigen sitzen.
Das ist ein wichtiger Punkt bei der Haltung von Nagetieren. Wer ein Kaninchen in einem Käfig hält, der nicht länger als einen Meter ist, macht alles falsch, was falsch zu machen ist. Zwar ist der Hoppler zutraulich und vielleicht sogar Menschen bezogen, jedoch unglücklich.
Degus sind noch nicht ganz so bekannt, erfreuen sich aber immer größerer Popularität. Die kleinen Klettermäuse gehören zurzeit noch zur Gattung der Strauchratten. So ganz sicher sind sich die Biologen da noch nicht, im Moment wird davon ausgegangen, dass sie doch eher vom Kaninchen abstammen. Der Chinchilla ist ebenfalls weiterhin im Gespräch. Sie sind sehr intelligent. Und wie auch bei allen anderen Nagetieren gilt hier: Vorsicht mit Kindern und Kleintieren. Die Pflanzenfresser haben große Angst vor uns. Diese abzulegen braucht Verständnis und regelmäßige Umsorgung. Kinder sehen Tiere oft als Spielzeug an. Lassen Meerschweinchen fallen, streicheln zitternde Hasen und sind viel zu stressig für einen kleinen Hamster. Tatsächlich sind all diese Arten eher für die Beobachtung geeignet und weniger als Stofftier.
Generell essen sie Obst und Gemüse. Natürlich muss man bei den einzelnen Arten unterscheiden. Beispielsweise bekommen Kaninchen von Salat Durchfall, Meerschweinchen von Kohl Blähungen und Degus von Obst Diabetes. Die Ernährung sollte immer speziell abgestimmt sein.