Die Kartäuser Katze

Die heutige Kartäuser Katze ist eine Züchtung aus der alten französischen Katzenrasse Chartreux und der Britisch Kurzhaar. Bereits Anfang des 18. Jahrhunderts wurde die graublaue kräftige Kartäuser Katze in einem französischen Lexikon erwähnt. Ihr Fleisch und ihr Fell waren sehr begehrt.

Die Zucht der modernen Kartäuser Katze begann etwa 1925 durch das französische Geschwisterpaar Léger. Da nur wenige Zuchtkatzen vorhanden waren und man das Aussterben der Rasse befürchten musste, kreuzte man ab den Sechziger Jahren die Kartäuser mit der British Kurzhaar. Auch die Perserkatze wurde zur Kreuzung benutzt. Daher ist das Aussehen der Kartäuser unterschiedlich, je nachdem, welche Stammrasse dominiert.

Die Kartäuser Katze hat große kupferfarbene bis gold-gelbe Augen, was einen schönen Kontrast zu ihrem glänzenden blaugrauen Fell ergibt. Sie ist von großem kräftigem Körperbau, hat ein breites Kinn, eine breite Nase und volle Wangen, stämmige Beine und große Pfoten. Ihr Schwanz ist lang, hat ein dünnes Ende und ist leicht abgerundet.
Trotz ihrer imposanten Erscheinung ist die Kartäuser Katze von sehr sanftem Wesen. Sie hat zwar einen ausgeprägten Eigenwillen, hängt aber sehr am Menschen und ist ruhig und ausgeglichen. Deshalb lässt sie sich auch gut als reine Wohnungskatze halten. Ihre Stimme ist sehr leise, und sie lässt sie nur selten hören.

Man geht davon aus, dass die Kartäuser Katze ursprünglich aus der Gegend um Syrien stammt und dass sie durch die Kreuzzüge nach Frankreich gelangt ist. Obwohl ihr Name an den Mönchsorden der Kartäuser erinnert, wurde sie dort nie gezüchtet. Aber die Farbe ihres Fells erinnert an die Farbe der Wolle, die zur Herstellung der Mönchskutten verwendet wurde.