Balineser- Sanfte Tänzer auf vier Beinen

Die Entstehung der balinesischen Katzenrasse lässt sich heut nicht mehr lückenlos klären. Es gilt aber als sehr wahrscheinlich, dass aus der Kreuzung siamesischer Katzen mit türkischen Angoras oder Persern, die heutigen Balinesern entstanden. Anders, als ihr Name es vielleicht vermuten lässt, stammen die Balinesen jedoch nicht von der Insel Bali. Es waren die Anmut und Eleganz der Bewegungen dieser Katzenrasse, die die Menschen an traditionelle balinesiche Tänzerinnen erinnerte. Galten sie in den 40er Jahren noch als "Unglück" und Misserfolg einer Zuchtreihe, sind sie heute eine anerkannte Rasse, die sich wachsender Beliebtheit erfreut.
Im Unterschied zu den Siamkatzen, haben Balineser längeres und geschmeidigeres Fell und vor allem einen längeren und buschigen Schwanz. Ein röhrenförmiger muskulöser Rumpf und lange schlanke Beine sind charakteristisch für Balineser. Ihre Ohren sind groß und spitz. Besonderes Markenzeichen dieser Rasse sind die tief dunkelblauen Augen. Unerwünschte Zuchtergebnisse sind dagegen zu kurze Beine, ein zu runder Kopf oder sogenannte "Knickschwänze".
Ihr Wesen ähnelt dem, der Siamkatzen. Sie sind intelligent, gutmütig und suchen stets die Nähe des Menschen. Gleichzeitig sagt man ihnen nach, sehr besitzergreifend und eigenwillig zu sein. Bis ins hohe Alter sind sie verspielt und erreichen nicht selten das 15. Lebensjahr. Balineser können problemslos ausschließlich in der Wohnung gehalten werden. Sie sind sehr krankheitsresistent und es sind auch keine Überzüchtungserscheinungen zu erwarten. Das lange Fell beansprucht keine übermäßige Pflege. Verfilzungen, wie bei Perser oder Angorakatzen sind bei regelmäßigem Kämmen nicht zu befürchten. Es wird empfohlen, die Katzen zu zweit zu halten, da sie über einen ausgeprägten Spieltrieb verfügen