Abessinier / Abessinierkatzen

Die Abessinierkatze gehört zu den ältesten gezüchteten Katzenrassen, stammt ursprünglich aus dem südostasiatischen Raum und wird wegen ihres Aussehens oft als kleine Pumas bezeichnet.

Abessinier sind schlank, muskulös und von durchschnittlicher Größe. Sie wiegen zwischen 2,5 und 5,0 Kilogramm. Kennzeichnend sind kleine, einfarbige Fußballen und lange Beine, weshalb die Abessinierkatze auch zu der hochbeinigen Katzenrasse gehört.

Abessinier weisen nur am Kopf die für Katzen typische Fellzeichnung auf. Im Idealfall sind sie auf Grund von Züchtungen vollkommen frei von bekannten Musterungen wie getigert, getupft und gestromt und nur durch den rasse-typischen Agouti-Effekt gekennzeichnet. Auf dem Rücken verläuft durch das kurze, dicht anliegende Fell ein durchgehender Farbstreifen bis in die dunkle Schwanzspitze.

Das eigentliche Rassemerkmal der Abessinier ist das „Ticking“ der einzelnen Fellhaare. Jedes Haar zeigt, abhängig je nach Farbe der jeweiligen Katze, verschiedene Farb-Bänderungen auf. Das Ticking (Agouti-Effekt) dritt ab der sechsten Lebenswoche der Katze in Erscheinung und ähnelt der Fellzeichnung von Wildkaninchen.

Als Zuchtmängel gelten bei den Abessinier die kleinen, spitzen Ohren, die runde Augenform, der Pinch im Kopfbereich und Ringzeichnungen am Schwanz. Auch wurden bisher die Farben Chocolate und Lilac noch nicht allgemein anerkannt. Wie bei anderen Rassekatzen, gibt es auch bei den Abessinier spezifisch auftretende Krankheiten, wie Netzhautschwund, Blutarmut, Stoffwechselstörungen und Deformation der Kniescheibe.

Abessinier sind eine intelligente Katzenrasse. Sie zeichnen sich durch Neugier und Menschenbezogenheit aus. Weiterhin wird ihnen Unkompliziertheit und eine hohe Stresstoleranz nachgesagt, neben einem lebhaften Temperament und hohen Bewegungsdrang. Abessinierkatzen sollten nicht in Einzelhaltung gehalten werden.