Scholle, Goldbutt, Pleuronectes platessa

Die Scholle, auch Goldbutt genannt, trägt den biologischen Namen Pleuronectes platessa und gehört zur Gattung der Plattfische.
Ihr Vorkommen erstreckt sich über die Nord- und Ostsee sowie das Mittelmeer, wo sie in 1 bis 200 m Tiefe in einem Schwarm ihrer Artgenossen lebt.

Die Scholle ernährt sich von Borstenwürmern, Schnecken, Muscheln, Kleinkrebsen und Wattwürmern.

Die Fische der Gattung Plattfisch tragen ihre Augen auf der rechten Körperseite, diese ist braun und mit kreisförmigen rötlichen Punkten gesprenkelt. Ihre Körperlänge beträgt in ausgewachsenem Zustand 40 bis 70 cm bei einem Gewicht von bis zu 7 kg. Ihre Lebenserwartung liegt bei 45 Jahren.
Die Anpassung der Scholle an ihren Lebensraum ist durch diese Färbung erleichtert, außerdem kann sie sich bei drohender Gefahr in den sandigen Meeresboden eingraben.

In den Wintermonaten laichen die Schollen in der stark salzhaltigen Nordsee und geben dabei zwischen 50.000 und 500.000 Eier ab. Nach ungefähr 15 Tage schlüpfen daraus die Larven, welche sich von Plankton ernähren und innerhalb von 2 Monaten die Entwichlung zum asymmetrischen Bodenfisch durchlaufen.

Die wirtschaftliche Bedeutung der Scholle liegt in ihrer Beliebtheit als Speisefisch. Jährlich werden über 100.000 dieser Fische per Schleppnetz gefangen. Da die Fische oft vor dem Erreichen der Geschlechtsreife gefangen werden, nimmt ihre Population stetig ab.