Scardinius erythrophthalmus

Die Rotfeder (lat. Scardinius erythrophthalmus) gehört zur Familie der Cypriniden. Weitere Synonyme für die Rotfeder sind Rotblei, Rötel oder auch unechtes Rotauge.
Verbreitet ist die Rotfeder in Europa und Asien, von der Nord- und Ostsee bis hin zum Aralsee. Den friedlichen Kaltwasserfisch findet man hauptsächlich in langsam fließenden und stehenden Gewässern. Die Rotfeder lebt gern gesellig in Schwärmen in pflanzenreichen Teichen und Seen. Sie sind grau-silbrig mit intensiv roten bis hellroten Flossen. Hieraus leitet sich auch ihr Name Rotfeder ab.
Die Ernährung der Rotfeder besteht hauptsächlich aus Wasserpflanzen, Zooplankton, Algen, kleinen wirbellosen Tieren und Wasserinsekten sowie deren Larven. Das wichtigste Erkennungsmerkmal des hauptsächlich an der Oberfläche lebenden Fisches ist das oberständige Maul. Dieses Merkmal unterscheidet sie vom Rotauge, mit dem sie oft verwechselt wird.
Rotfedern erreichen eine durchschnittliche Größe von 20-30 cm und ein Gewicht von 300-400 g. In vereinzelten Fällen können Rotfedern aber auch eine Größe von bis zu 50 cm und ein Gewicht von 2-3 kg erreichen. Männliche und weibliche Exemplare erreichen die gleiche Größe. Beide Geschlechter sind kaum voneinander zu unterscheiden. Nur während der Laichzeit kann man die Männchen an dem Laichausschlag erkennen. Nach 2-3 Jahren ist die Rotfeder geschlechtsreif. Den Laich hängen die Rotfedern an die Wasserpflanzen in Ufernähe, daher auch die Bezeichnung Krautlaicher. Nach 6-10 Tagen schlüpfen die Larven. Rotfedern können bis zu 15 Jahre alt werden.
In einigen Gebieten zählt die Rotfeder zu den bedrohten Arten, nachdem andere Fischarten eingeführt wurden, die die Bestände der Rotfedern gefährden.