Meerforelle

Die Meerforelle mit dem lateinischen Namen „Salmon trutta trutta“ gehört, wie auch der verwandte Lachs, zur Familie der Wandersalmonieden und weist auch ähnliche Verhaltensmuster auf. Vom Laien sind beide Fischarten am Anfang schlecht zu unterscheiden, da diese auch ein synonymes Aussehen aufweisen.

Die Meerforelle wandert, gesteuert durch ihre biologische Uhr, zur Laichzeit vom Meer in die Binnengewässer wie z.B. in den Rhein. Anders jedoch, wie bei anderen Wanderfischen, findet nach dem Ablaichen kein Absterben der Elterntiere statt. Die Tiere erholen sich nach dem Ablaichen meist schnell. Das reichhaltige Nahrungsangebot in den Meeresregionen sorgt dafür, dass sich für die nächste Laichperiode genügend Kraft und Energie ansammelt.

Mit einer Durchschnittslänge von rund 50 - 60 cm erreicht die Meerforelle eine recht beachtliche Größe, die unter guten Umweltbedingungen über 100 cm und einem Gewicht von 15 kg und mehr, variieren kann.

Das Vorkommen dieser Fischart im Ost und Nordsee und in den Binnengewässern, weckt besonders das Interesse von Anglern und Sportfischern. Im Frühjahr wird die Meerforelle gerne von den Küstenspinnfischern geangelt, da um diese Jahreszeit die Fische von Ihren Laichplätzen zurück ins offene Meer wandern und warme Küstengebiete bevorzugen.

Die Schonzeit variiert je nach Region von Anfang September bis Ende Dezember und beträgt mindestens 3 Monate. In einigen Binnengewässern sind die Tiere ganzjährig geschützt, um eine Überfischung der Spezies zu vermeiden.
Für die kulinarischen Genüsse sind nur die Tiere von Interesse, die nicht gerade abgelaicht haben, da der Organismus während der Laichperiode auf Grund des hohen Energiebedarfes das Fett, welches als wesentlicher Geschmacksträger fungiert, abbaut.