Karpfen ein begehrter Speisefisch

Der Karpfen lebt im Süßwasser und ist ein begehrter Speisefisch sowie ein wichtiger Nutzfisch in der Karpfenteichwirtschaft. Bei einer Wassertemperatur ab 20 Grad fühlt er sich am wohlsten. Er kann bis zu einem Meter lang, bis zu 28kg schwer und über 40 Jahre alt werden. Der Karpfen ist ein Sommerlaicher und laicht von Mai bis Juli an seichten Stellen mit Pflanzenwuchs ab. Als sogenannter Krautlaicher, legt er keine einzelnen Eier, sondern lange, stark klebrige Laichbänder mit befruchteten Eiern ab, welche sich um die Pflanzen im Wasser schlängeln. Damit ist die Sauerstoffversorgung gut gewährleistet. Das Männchen bekommt zur Laichzeit einen leichten Laichausschlag. Die Hauptfangzeit ist der Hochsommer von Juli bis September, jedoch ist durch die Züchtung in Karpfenteichen der Fisch regelmäßig in allen Monaten mit dem Buchstaben „r“ zu erwerben. Der Karpfen ist ein Gewohnheitstier und hat feste Beißzeiten, die meist in den frühen Morgenstunden und am späten Abend liegen. Als Friedfisch macht er, im Gegensatz zu den Raubfischen, keine Jagd auf andere Fische. Der Karpfen gründelt, d. h. er ernährt er sich hauptsächlich von Plankton und Kleinlebewesen, die er am Boden findet: Schnecken, Würmer und Insekten. Da der Karpfen ursprünglich in Asien beheimatet war, haben ihn vermutlich die Mönche und Nonnen in Westeuropa eingeführt, um ihren Speiseplan abwechslungsreicher zu gestalten. Noch heute wird er traditionsgemäß oft als „Karpfen blau“ an Weihnachten oder Silvester zum Mahl gereicht.