Garnelen in Aquarien?

Garnelen zählen zu der Familie der Krebse und leben entweder am Meeresboden oder im Süßwasser. Sie werden als Delikatesse entweder kommerziell gefischt oder in Garnelenzuchten für den Verkauf aufgezogen.
Die private Zucht von Garnelen in Aquarien als Ziergarnelen erfreut sich immer größerer Beliebtheit.
Sie zählen zu den Zehnfußkrebsen, der Name stammt von den 5 Beinpaaren, die sich an dem langgezogenen, chitinhaltigen Panzer befinden. Bei Garnelen ist dieser Panzer bei weitem nicht so starr wie beispielsweise beim Hummer, aber das Prinzip des Panzers ist das Gleiche.
Des weiteren verfügen Garnelen über lange Antennen und Scheren an den Vorderbeinen, die allerdings nicht sehr stark ausgeprägt sind. Am Abdomen befinden sich Schwimmbeine.
Die Garnelen sind in vielen Meeren heimisch, von der Nord- und Ostsee über den Nordatlantik und Nordpazifik bis hin zu den Meeren vor Indonesien und Thailand.
Die Garnelenzucht hat seit den 1970er Jahren stark zugenommen, um die wachsende Nachfrage in Europa, Ostasien und Nordamerika zu befriedigen. 75% der Zuchtgarnelen werden im asiatischen Raum gezüchtet. Die Garnelenzucht gehört zur Aquakultur. In Südostasien gehört die Garnelenzucht seit Jahrhunderten zur Landwirtschaft. Der Pacific White Shrimp und der Giant Tiger Prawn haben einen Anteil von 80% an allen gezüchteten Garnelen. Die beiden größten Garnelenproduzenten sind China und Thailand, wobei Thailand das Land mit dem höchsten Exportanteil ist.
Die weltweite Zucht von Garnelen ist nicht ohne Kontroverse. Kritikpunkte sind die Anwendung von Pestiziden und Antibiotika bei der Zucht, um mögliche Krankheiten zu verhindern, die sich durch die Monokultur der Garnelenzucht sehr leicht ausbreiten und damit ganze Garnelelernten vernichten können.