Brachse oder Brasse

Die Bleie, auch genannt Brachse oder Brasse, ist ein Süßwasser- und Wanderfisch, der zur Familie der Karpfenfische gehört. Sie erreicht eine Körperlänge von bis zu 85 cm und ein Gewicht von bis zu acht Kilogramm. Der Name Bleie spielt auf die metallene Färbung der Seitenschuppen dieses Fisches an. Bei älteren Tieren kann noch ein leicht grünlicher Farbstich hinzu kommen. Abgesehen von der Färbung kommt das Aussehen der Bleie sehr dem Karpfen nahe, da dieser Fisch einen hohen Rücken, einen tief nach unten gezogenen Bauch und von vorn gesehen, einen eher schmalen Körperbau hat. Die Bleie erreicht, wenn sie nicht vorher gefangen wird, ein erstaunliches Alter von bis zu 16 Jahren und ist in vielen europäischen Gewässern anzutreffen. Sie bevorzugen langsam fließendes Gewässer oder den schlammigen Grund von Seen, wo sie sich bevorzugt in Ufernähe mit hoher Wassertiefe (Steilufer) aufhalten. Die Bleie benötigt ein großes Nahrungsangebot, um ihr maximales Gewicht zu erreichen. Daher fängt man die größten Bleien da, wo eine Vielzahl von Raubfischen vorhanden ist, die den Bestand klein und damit das Nahrungsangebot groß halten. Plankton wird von den Bleien genauso gern gefressen, wie verschiedene Larven, Muscheln, Schnecken und Würmer. Geschlechtsreif sind die Bleien mit etwa drei bis vier Jahren. Sie laichen in der Zeit von April bis Juli etwa 150.000 bis 300.000 Eier ab. Aber davon überlebt nur wenig Nachwuchs, insbesondere bei Nahrungsmangel gehen viele der Jungfische zu Grunde oder sie werden Opfer von Raubfischen, bevor sie eine Größe erreicht haben, die sie vor deren Übergriffen schützt.