Der Leitfisch

Die Barbe ist der Leitfisch in der nach ihr benannten Barbenregion. Sie liebt die schnelle Strömung mit steinigem Grund und tiefen Rinnen; sie gehört zur Familie der Karpfen und ist sehr gesellig. Gern hält sie sich auch stromab von Brückenpfeilern, Wehren oder Turbinen auf, welche die Strömung teilen. Gelegentlich wandert sie auch stromaufwärts bis in die Forellenregion herein. Barben werden bis zu 80cm lang, bis zu 6kg schwer und haben mittelgroße Schuppen. Der Körper ist spindel-torpedoförmig, langgestreckt mit abgeflachtem Bauch und rötlicher Färbung von Brust-, und Bauchflossen, sowie der After- und Schwanzflosse. Die Schwanzflosse ist gegabelt. Das stark unterständige Rüsselmaul verfügt über dicke fleischige Lippen und an der Oberlippe befinden sich vier Bartfäden. Die Barben wandern in großen Schwärmen zur Laichzeit zwischen Mai und Juli (Sommerlaicher) hin zu flachen Stellen flussaufwärts und legen ihre leicht klebrigen Eier in Geröll- und Kiesbänken ab. Barben sind überwiegend dämmerungs- und nachtaktiv, sie ernähren sich von Insektenlarven, Schnecken, Muscheln, Würmern und Fischlaich. Im Winter beziehen sie ein Winterquartier und halten eine Winterruhe. Als Speisefisch sind Barben zwar sehr wohlschmeckend, aber auch sehr grätenreich. Die Barbe wurde vom Verband deutscher Sportfischer e.V zum Fisch des Jahres 2003 gewählt. Sie wird, wie alle Wanderfische, als gefährdet eingestuft.