Paarhufer

Der herkömmliche deutsche Fachbegriff für die Familie der Schweine ist "Echte Schweine" oder auch "Altweltliche Schweine". Die Tiere werden als Säugetiere eingestuft und gehören zu der Ordnung der Paarhufer. Weltweit gibt es 5 verschiedene Gattungen, die in 20 Arten unterteilt sind. Anatomisch betrachtet sind Schweine mittelgroße Säugetiere, die durch eine schwere und massige Körperform gekennzeichnet sind. Die Haut besteht aus vielen Zellschichten, wodurch sie sehr fest ist. Ein weiteres charakteristisches Merkmal sind die bei Hausschweinen üblichen Borsten, welche die gesamte Haut überziehen, und das bei Wildschweinen übliche Fell. Die Länge eines solchen Tieres reicht von einem halben Meter bis zu knapp zwei Metern, wobei noch ein 5cm - 50cm langer Schwanz hinzukommt. Das Gewicht bemisst sich von sehr kleinen Arten (ca. 10Kg) bis hin zu den schwersten Arten (bis zu 6 Zentner). Schweine sind weltweit präsent, am meisten verbreitet sind sie jedoch in Eurasien und Afrika. Die bevorzugten Lebensräume sind zudem stark bewaldete Gebiete und dichte Wälder. Aktiv sind die Tiere meistens nachts - hier handelt es sich um eine evolutionäre Maßnahme, da Schweine tagsüber meist von Menschen gestört worden sind. Als Schlafraum dienen eigens gegrabene Erdhöhlen und dicht bewachsene Vegetationen. Die Nahrungsgewohnheiten lassen sich leicht beschreiben: Schweine sind schlichtweg Allesfresser. Von Pflanzen über tierrische Nahrung bishin zu Aas essen die Tiere alles. Der Mensch hat sich schon früh das Schwein zu nutzen gemacht: Schweinefleisch wurde schon vor ca. 8500 Jahren gegessen, wodurch Schweine die älteste bekannte Form der Nutztiere sind. Bis heute hat sich daran nichts geändert, außer der Tatsache das Schweine größtenteils nicht mehr wie früher auf ökologisch verträglicher Basis gezüchtet werden, sondern in Massentierhaltung, wodruch Schweinefleich ein beträchtliches marktwirtschaftliches Produkt geworden ist.