Rinder

Rinder gehören zu den wichtigsten Nutztieren unserer Zeit. Auf Grund ihrer einzigartigen Fähigkeit, aus nährstoffarmem Raufutter, energiereiches Eiweiß in Form von Milch und Fleisch zu erzeugen, macht sie für den Menschen unersetzbar. Man unterteilt sie in zwei Hauptgruppen. Einmal die Milchrinder mit einer Leistung von bis zu 50 Litern Milch am Tag und einmal die Fleischrinder, die nicht gemolken werden, sondern zur Fleischproduktion verwendet werden. Ihre besondere Fähigkeit haben die Rinder ihrem Pansenmagen zu verdanken. Mit Hilfe der darin lebenden Mikroorganismen werden Rohfasern verdaut und in Eiweiß umgewandelt. Die Rinder sind Wiederkäuer, die zur Ordnung der Paarhufer gehören. Das Hausrind stammt von dem, im 17. Jahrhundert ausgestorbenen, Wildrind ab. In den letzten Jahren wird die Rinderhaltung immer kritischer in Bezug auf den Klimaschutz betrachtet. Grund hierfür ist zum einen der Ausstoß von Methangas, welches bei der Verdauung des Rindes entsteht und schädlich für die Ozonschicht ist, zum anderen der hohe Anfall von, teilweise mit Schwermetallen belasteter, Gülle. Bezüglich des Methanausstoßes wurden in der Vergangenheit viele Versuche durchgeführt, die ergaben, dass vor allem die wenig Leistung erbringenden Rinder in der Dritten Welt ein Problem darstellen. Sie geben fast genauso viel Methan ab, wie die Hochleistungsrinder in den Industriestaaten, aber auf Grund der geringen Leistung, müssen mehr Tiere gehalten werden, als von den Hochleistungsrindern, um den Bedarf der Menschen zu decken. Daher wird versucht, die Haltung von Hochleistungsrindern in diesen Ländern zu ermöglichen, womit auch den Menschen geholfen wäre. Die Schwierigkeit liegt aber bei den höheren Anforderungen dieser Tiere an die Haltung.