Hühner- und Gänsevögel

Unter dem Oberbegriff Geflügel versteht man alle die Vögel, die als Nutztiere gehalten und gezüchtet werden.

In Europa sind hauptsächlich Hühner- und Gänsevögel die Produzenten für gesundes Fleisch, Eiern und Federn. Zum Hausgeflügel werden vorallem Hühner, Gänse, Enten, Truthähne oder Puten, aber auch Tauben gezählt.
Im Mittelalter galten auch Schwäne, Pfauen, Schnepfen und Lerchen als besondere Delikatessen.
Zum eher exotischen Geflügel zählt der Strauß. Sein Fleisch ist besonders fettarm und reich an Mineralstoffen und Vitaminen. Neben seinem Fleisch sind die Federn und das Leder des größten Laufvogels begehrt und teuer.
Eine weitere Unterart des Geflügels ist das Wildgeflügel oder Federwild. Dazu zählen unter anderem Fasane, Rebhühner, Wachteln und Birkhühner. Einige dieser Vögel dürfen zum Verzehr gejagt werden.

Obwohl sie sich in der Größe stark unterscheiden, ist die Anatomie der einzelnen Geflügelarten fast identisch.
Bei allen Tieren macht die Brust ca. 35% des gesamten Körpergewichtes aus. Das Fleisch der Brust ist das magerste und zarteste Fleisch beim Geflügel.
Die Keulen oder Schenkel sind sehr schmackhaft und besonders bei größeren Vögeln sehr aromatisch und saftig.
Die Flügel haben nur sehr wenig Fleisch, dass kaum Fett enthält. Sie werden hauptsächlich als Geflügelklein verkauft, sind gebraten als Imbiss beliebt und bilden die Grundlage für eine klassische Hühnersuppe.
Während ein Gänsebraten, speziell von Mastgänsen, sehr fett ist, zeichnet sich das Fleisch von Puten, Hühnern und Enten, besonders Flugenten, durch wenig Fett und ein geschmackvolles Aroma aus.
Wildgeflügel hat einen sehr eigenen, etwas herben Geschmack den nicht jeder mag.
Früher waren Fasane das beliebtesten Wildgeflügel. Mittlerweile dürfen Fasane nur noch sehr selten gejagt werden.