Guppy - der Millionenfisch

Der Guppy ist ein Fisch, dessen vielfältiges Erscheinungsbild im Laufe der Jahre aus immer neuen Züchtungen hervorgebracht wurde.
Die exorbitant große Zahl der unterschiedlichen Farben und Körpermerkmale, wie beispielsweise Schwert- oder Fahnenschwanz, Leier- oder Rundschwanz, regen die Guppy-Liebhaber zu immer weiteren Züchtungen an. Die ursprünglichen Wildformen aus dem brasilianischen und mittelamerikanischen Raum sind dagegen schon sehr selten geworden.
Der Guppy gehört zu den lebend gebärenden Fischen. Ein einziges Weibchen kann zwischen 15 und 100 Jungen auf die Welt bringen, und das alle dreißig Tage. Diese riesige Population hat ihm auch den Beinamen Millionenfisch eingebracht.
Guppys sind, was die Wasserbedingungen angeht, relativ unproblematische Fische.
Das Wasser sollte dennoch auf die Wasserbedingungen abgestimmt werden, in denen die gekauften Fische gezüchtet und gehalten wurden.
Dies erspart den Fischen schwierige Umgewöhungsphasen, die durchaus auch mal fehlschlagen können.
Gefüttert wird mit Trockenfutter und Lebendfutter. Immer mehrmals eine kleine Menge am Tag, da Guppys nicht viel aufnehmen und verdauen können.
Wer keine eigene Guppy-Zucht aufmachen möchte, sollte an die starke Geburtenrate denken und sich entweder beizeiten um ausreichend Abnehmer des Nachwuchses kümmern oder aber die natürliche Geburtenkontrolle in Erwägung ziehen. Es gibt geeignete Beisatzfische, die sich nicht an den ausgewachsenen Fischen vergreifen, wohl aber den Nachwuchs dezimieren. Es mag sich vielleicht grausam anhören, ist aber Natur pur. Selbst erwachsene Guppys vergreifen sich von Zeit zu Zeit an dem Nachwuchs.
Wer Guppys züchten möchte, sollte grundsätzlich mehr Weibchen im Becken halten als Männchen, denn ein Mangel an Weibchen kann dazu führen, dass die Männchen diese derart belästigen, dass sie Stress-Symptome aufzeigen.
Auch sollte man versuchen zu beobachten, welches Männchen als Paarungspartner bei den Weibchen beliebt ist, denn die Guppydamen haben die Eigenart, gerne die Männchen abzulehnen, die vormals von anderen Weibchen ebenfalls abgelehnt wurden. Wenn nun bestimmte Merkmale weiter gezüchtet werden sollen, kann dies natürlich fehlschlagen, wenn gerade diese Merkmale bei den abgelehnten Männchen auftreten. Dann könnte es hilfreich sein, die Gruppe zu trennen, neue Weibchen zu nehmen und hoffen, dass diese in einem neutralen Umfeld die Männchen attraktiver finden. Dies wiederum wäre auch wegen der Auffrischung des Blutes vorteilhaft.
Jungfische, die aus einer geplanten Zucht hervorgegangen sind, sollten zum Eigenschutz in einem separaten Jungfisch-Becken gehalten werden, damit sich ihre Überlebenschance erhöht.