Bärblinge - 40 Arten

Die Bärblinge sind eine Unterfamilie der Karpfen und in den Tropen und Subtropen Afrikas sowie Asiens beheimatet. Ihr Körperbau ist schlank und gestreckt. Die Seitenlinie zeigt einen nach unten durchgebogenen Verlauf, der Bauch ist angerundet und der Körper seitlich etwas eingedrückt. Das Maul kann Barteln tragen.
Bärblinge sind ruhige Fische, die in großen Schwärmen in torfigen Gewässern leben. Die Männchen sind schlanker als die Weibchen und haben eine intensivere Farbe.

Die Familie der Bärblinge teilt sich in verschiedene Gruppen auf. Die Rasbora-Gattung ist die größte Gruppe der Bärblinge und hat 40 Arten. Neben zahlreichen unscheinbar aussehenden Fischen gibt es farbenfrohe Arten in rot, blau und grün, die gern im heimischen Aquarium gehalten werden, wie zum Beispiel die empfindliche und daher krankheitsanfällige Keilfleckbarbe. Der Fisch hat hohe Ansprüche an die Wasserqualität, das weich und leicht sauer sein muss, so wie er es in Malaysia und Sumatra in Freiheit gewöhnt ist.
Ähnlich sensibel ist der kleine, zierliche Zwergbärbling, der mit seiner roten Färbung auf gelben Grund attraktiv aussieht.
Der schlanke, bei Licht fast durchsichtige Glasbärbling ist robuster und lebt in Malaysia und im Sudan. Wie seine Verwandten lebt er im Schwarm.

Zu den friedlichen Danio-Arten zählt der 15 cm lange Malabarbärbling. Er ist grün, hat gelbe Streifen und ist leicht zu pflegen. Der ebenfalls 15 cm lange Danio-Devario fühlt sich im Aquarium, das mindestens 80 cm lang sein sollte, in der mittleren Wasserregion wohl.

Mit den Danio-Arten verwandt ist die Gattung Brachydario, die auch einfach zu halten ist. Zu ihnen gehört der nur 4 cm große Zebrabärbling aus Ostindien und der Schillerbärbling aus Hinterindien und Sumatra, der eine Länge von 6 cm erreichen kann. Beide sind beliebte Aquarienfische, die einfach zu züchten sind und direkte Sonneneinstrahlung mögen. Der südchinesische Kardinalfisch aus Hongkong und Kanton bevorzugt niedrige Wassertemperaturen von etwa 18 bis 22 Grad C.
Die Flugbarben sind springfreudig und können mit ihren verlängerten Brustflossen ein kurzes Stück über der Wasseroberfläche gleiten. Wer sie im Aquarium halten möchte, muss auf eine Abdeckung achten. Die Fische leben in Südasien, gehören der Gattung Esomus an und sind mit 15 Arten vertreten. Die langen Barteln können bis zur Afterflosse reichen.

Wer ein Aquarium hat und Bärblinge halten möchte, sollte bedenken, dass diese Fische feingliedrige zarte Pflanzen mögen, die bis zur Wasseroberfläche reichen. Sie sind von einer guten Versorgung mit Sauerstoff auch in der Nacht abhängig und müssen mehrmals am Tag mit kleinen Portionen gefüttert werden. Die perfekte Temperatur für das Aquarium beträgt 15 bis 26 Grad C und einen ph-Wert von 6,5 bis 7,0. Bärblinge leben in Schwärmen und sollten im Aquarium zu wenigstens zehn Fischen gehalten werden.