Amphieben

Amphibien, oder auch Lurche genannt, bilden die älteste bekannte Klasse der Landwirbeltiere. Charakteristisch für die meisten Arten sind zwei Stadien, die von Geburt an durchlaufen werden. Das erste der beiden Stadien ist das Larvenstadium, das im Wasser stattfindet. Anschließend findet eine Metamorphose (Umwandlung) statt, wodurch Amphibien in der Lage sind an Land zu leben, wobei die Mehrheit der erwachsenen Tiere dennoch einen Wasser nahen Standort als Lebensraum bevorzugt. Zudem sind die Tiere überwiegend nachtaktiv - vorallem um sich selbst vor Fressfeinden zu schützen und einem Wassermangel durch Transpiration vorzubeugen. Evolutionär betrachtet sind Amphibien die Nachfahren der Knochenfische. Die anatomischen Merkmale sind charakterisiert durch einen länglich geformten Körper und zwei gleich- oder unterschiedlich lange Extremitätenpaare. An dem vorderen Extremitätenpaar (Händen) befinden sich 4 Finger, an dem hinterern (Füße) 5 Zehen. Amphibien kommen auf allen Kontinenten bis auf der Antarktis vor, sie leben ausschließlich in Süßwasser. Extreme Lebensräume, wie zu tropische oder zu kühle Klimagegenden, werden ebenfalls gemieden - hier sind lediglich einige wenige Unterarten zu finden, die sich diesen Extremen angepasst haben, aber auch hier sind sie nur vereinzelt gesehen. In Europa sind Amphibien nur sehr wenig verbreitet, von weltweit über 6000 Arten finden sich hier nur 80 und selbst diese werden hier nur selten gesehen. Amphibien gehören zudem zu einer gefährdeten Tierklasse - sie konnten zwar einst die Dinosaurier überleben, die Anfälligkeit auf ökologische Veränderungen bereiten ihnen jedoch Probleme. Lurche sind abhängig von Wasser nahen Gebieten - insbesondere stehende Gewässer wie Tümpel sind durch die immer weiter steigende Umweltverschmutzung stark mitgenommene Lebensräume. Amphibien reagieren schnell auf solche ökologische Veränderungen und sind somit vorallem in großen Industrienationen stetig am aussterben.